Fallbeispiel: Lehrerin Lea, verbeamtet, mit Umstellung auf SAFE

Relativ komplex ist der Bereich Altersvorsorge, wenn es um verbeamtete Erwerbstätige geht, denn: Beamte sind nicht im normalen Rentensystem integriert, da sie später vom Staat eine Pension bekommen. Diese wird komplett aus Steuergeldern finanziert und orientiert sich am letzten Grundgehalt. Ein individuelles Rentenkonto wie bei der gesetzlichen Rente gibt es hier nicht. Und: Beamtenpensionen stehen unter dem Schutz des sogenannten Alimentationsprinzips im Grundgesetz – größere Änderungen sind daher nicht so einfach möglich.

Denkbar wäre jedoch, den vorhandenen Beamten einen Bestandsschutz zu sichern, mit dem Angebot einer freiwilligen Umstellung – bereits erworbene Pensionsansprüche bleiben natürlich geschützt. SAFE könnte dann für künftige Beamte zum Tragen kommen.

Wie gut kann der Staat später für seine Beamten sorgen?

Für das Beispiel einer freiwilligen Umstellung nehmen wir Lea: Sie ist 34 Jahre alt und arbeitet als Lehrerin an der Realschule einer mittelgroßen Stadt. Sie ist besoldet nach A12 Stufe 5 und erhält brutto rund 5.100 EUR im Monat. Netto kommen nach Abzug von Steuern und Krankenversicherung rund 3.300 EUR auf ihrem Konto an.

Lea interessiert sich sehr für Politik und betrachtet die zunehmend schlechteren Wirtschaftsaussichten für Deutschland durchaus mit Sorge. Als Lehrerin würde sie ihre Pension später einmal weder über Beiträge noch über angespartes Kapital bekommen, sondern aus dem Haushalt der Regierung – und die künftigen Haushalte werden natürlich von den künftigen Steuereinnahmen abhängig sein. Was aber, wenn viele weitere Industrieunternehmen abwandern und viele mittelständische Unternehmen dichtmachen? Oder wenn durch KI viele Arbeitsplätze und damit auch Steuerzahler entfallen? Manchmal wird ihr schon ein wenig mulmig, wenn sie an ihre Altersversorgung denkt. Wird der Staat noch reich genug sein für alle Beamten und Pensionäre? Würde der Staat sich noch weiter verschulden müssen, nur um Pensionen auszahlen zu können? Was, wenn noch mehr Gutverdiener angesichts der desolaten Lage auswandern? Oder werden auch Beamte künftig ziemliche Abstriche hinnehmen müssen?

Sich selbst um die Altersvorsorge kümmern und das Beste herausholen

Lea ist unsicher, was der Staat künftig noch leisten kann, daher wäre ihr wohler, wenn sie selbst etwas mehr Einfluss nehmen könnte auf ihre eigene Altersvorsorge. Als Beamtin kann sie nicht gezwungen werden, ihr Altersvorsorge aufzugeben – aber das SAFE-Konzept bietet Beamten die Möglichkeit, sich freiwillig dem SAFE-System anzuschließen – und Lea macht mit!

Damit steigen ihre Bruttobezüge um 21 Prozent, im Gegenzug verzichtet sie auf künftige Pensionsansprüche und will stattdessen die Altersvorsorge privat organisieren. Von den höheren Bezügen bleibt ihr ein Supernetto von fast 4.500 EUR – fast 1.200 EUR mehr als bisher. Das bietet ihr genug Spielraum, um ein eigenes Vermögen aufzubauen – und falls sie noch eine Familie gründet, dann hätten am Ende ihre Kinder auch noch etwas davon!