Fallbeispiel: Marie, 21 Jahre und erwerbsunfähig

Wie würde sich SAFE bei Menschen auswirken, die nie erwerbsfähig waren? Als Beispiel nehmen wir Marie: Sie ist 21 Jahre alt, aber sie weiß das gar nicht so genau, denn bei der Geburt kam es zu gravierenden Komplikationen und durch den Sauerstoffmangel kam sie mit einer geistigen Einschränkung zur Welt, die sich auch nicht mehr verbessern ließ. Marie scheint das aber nicht viel auszumachen, sie war schon als Kind immer fröhlich und hat das Leben immer leicht genommen.

Inzwischen ist sie eine junge Frau, die in einer betreuten Wohngruppe lebt. Jeder mag sie, mit ihrer Art ist sie wirklich sehr beliebt. Aber richtig arbeiten kann sie nicht. Man hat zwar versucht, sie in einer Werkstatt für behinderte Menschen unterzubringen, aber sie hat nie richtig verstanden, warum sie dort stundenlang auf einem Stuhl sitzen und Sachen zusammenstecken sollte, daher ist sie oft aufgestanden und weggelaufen.

Marie hat nie richtig arbeiten können, ist aber trotzdem gut versorgt

Die Mitarbeit in einer Werkstatt ist daher auf Dauer doch nicht die richtige Lösung gewesen. Daher bleibt sie nun in der Wohngruppe und wird von den Betreuern für leichte Aufgaben eingespannt, die ihr Spaß machen.

Da Marie nie arbeiten kann, bekommt sie natürlich neben der Basisgutschrift von 500 EUR wegen ihrer Berufsunfähigkeit noch eine Härtefallgutschrift in Höhe von nochmals 500 EUR. Das Geld reicht für Unterkunft, Kleidung und Verpflegung sowie Betreuung in der Wohngruppe und es bleibt auch noch genug übrig, damit Marie sich beim Einkaufen etwas Schokolade und einen Blumenstrauß mitnehmen kann – sie liebt nämlich Blumen über alles und betrachtet immer ganz fasziniert die zarten Blütenblätter und die bunten Farben und versucht dann, das mit Buntstiften zu malen.

Übrigens: Wer weitere Anwendungsbeispiele sucht, wird hier auf der Seite mit allen Fallbeispielen fündig …