Fallbeispiel: Mutter, zwei Kinder, nur 24.000 Jahresbrutto
Wie würde sich SAFE bei einer alleinerziehenden Mutter (oder einem alleinerziehenden Vater) mit zwei Kindern und einem eher niedrigen Einkommen rechnen? Nehmen wir als Fallbeispiel Mona (39 Jahre) mit ihren Kindern Jonas (12 Jahre) und Hannah (16 Jahre). Die Familie lebt in einem ländlichen Ort. Sie leben dort, weil der Wohnraum außerhalb der Stadt günstiger ist. Allerdings ist die Anbindung an die nächste Stadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln stark eingeschränkt.
Wegen Familienzeit nur Teilzeit
Bei Jonas wurde ADHS festgestellt, er braucht regelmäßig verschiedene Therapietermine, um an Konzentration, Aufmerksamkeit und Schulproblemen zu arbeiten. Auch wurde empfohlen, dass Jonas außerhalb der Schule noch regelmäßig in einem Verein oder einer Jugendgruppe teilnehmen sollte. Da die Termine mit dem Bus nur schwer erreichbar sind, fährt Mona ihn mit dem Auto. Aufgrund der ADHS-bedingten Betreuungs- und Fahrzeiten arbeitet Mona derzeit in Teilzeit, weshalb ihr Einkommen trotz ihres Berufs als medizinische Fachangestellte vergleichsweise niedrig ist: Sie bekommt ein Jahresbrutto von 24.000 EUR.
Nach derzeitigem Stand reduziert sich das Jahresbrutto auf ein Netto von 18.960 EUR, hinzu kommt das Kindergeld von rund 6.000 EUR jährlich. Insgesamt liegt das Einkommen der Familie also bei 24.960 EUR – am Ende des Monats bleibt eigentlich nie etwas übrig und statt Urlaubsreisen gibt es in den Sommerferien dann Ausflüge an den Baggersee oder eine Wanderung im Wald.
Mit SAFE bekäme Mona ein Superbrutto von 29.040 EUR pro Jahr, davon gehen 33 Prozent = 9.583 Steuerpauschale ab, es bleiben dann 19.457 EUR übrig. Obendrauf kommen nun 16.800 EUR an Gutschriften im Jahr, nämlich 6.000 Basisgutschrift für Mona, und für die beiden Kinder 10.800 EUR: zweimal 250 EUR Kindergutschrift, einmal 150 Bildungsgutschrift für Jonas, da er noch unter 13 Jahren ist, und einmal 250 Bildungsgutschrift für Hannah. Die Bildungsgutschrift wird zwar nicht ausgezahlt, sondern auf eine Karte geladen, aber es kann ausgegeben werden für Schulbücher, Schulfreizeiten, Kosten für Vereine und Bildungsausgaben wie z.B. Musikunterricht, so dass es der Familie als Guthaben zur Verfügung steht, das auch für größere Bildungs-Ausgaben der Kinder angespart werden kann.
Das Supernetto von 19.457 EUR und die Gutschriften von 16.800 EUR ergeben ein Jahreseinkommen von 36.257 EUR und pro Monat ein Einkommen von 3.021 EUR. Das sind (im Vergleich zu den 24.960 pro Jahr bzw. 2.080 EUR pro Monat jetzt) rund 940 EUR mehr – und das jeden Monat!
Und trotzdem die Möglichkeit, ein kleines Vermögen aufzubauen
Mona hat sich ausgerechnet, wenn sie mit 39 Jahren anfängt, jeden Monat 600 EUR anzulegen (und dann hat sie immer noch 340 EUR mehr im Monat für Ausgaben), dann sind das bis zu ihrer Rente rund 200.000 EUR. Bei einer Geldanlage mit einer Rendite von 4 Prozent wären es am Ende 370.000 EUR, mit etwas Glück könnte die Geldanlage auch eine Rendite von 8 Prozent erbringen, dann hätte Mona bis zu ihrem Renteneintritt ein Vermögen von rund 750.000 EUR!
Mit 67 Jahren erhält sie zusätzlich zu den bisher angesparten Rentenpunkten dann vom Staat die Altersgutschrift in Höhe von 1.000 EUR. Das plus noch das erwirtschaftete Vermögen von mehreren Hunderttausend Euro könnten ihr ein angenehmes Rentnerdasein ermöglichen. Zum Vergleich: mit der bisherigen gesetzlichen Rente hätte Mona vielleicht ein paar Rentenpunkte für mehrjährige Teilzeitarbeit, ein paar Rentenpunkte für spätere Vollzeitarbeit, dazu noch zwei Mal drei Rentenpunkte für die beiden Kinder – das würde in der Regel eine Rente von 980 EUR ergeben.
Das heißt: Im bisherigen System ist die Altersarmut einprogrammiert. Mit SAFE wäre es möglich, sich bis zur Rente noch ein kleines Vermögen aufzubauen. Und wenn Mona nicht alles aufbraucht, bleibt am Ende ein ordentliches Erbe übrig für die beiden Kinder.
