Fallbeispiel: Selbständiges Ehepaar, zwei Kinder, hohes Einkommen
Auch wenn sicherlich Angestellte am deutlichsten profitieren, weil sie die Arbeitgeberanteile an der Sozialversicherung als Superbrutto erhalten, lohnt sich SAFE aber auch für alle, die nicht als Angestellte arbeiten. Hier als ein Beispiel Frank, 49 Jahre, der erfolgreich als selbständiger Spezialist für IT-Lösungen für die Finanzbranche arbeitet, und Sabrina, 44 Jahre, die von zu Hause aus als selbständige Grafik-Designerin tätig ist. Beide haben zwei Kinder, Sohn Lukas ist 12 Jahre alt und Tochter Laura ist 16 Jahre geworden.
Aus 6.100 EUR pro Monat werden rund 7.400 EUR
Im Durchschnitt der letzten Jahre liegt Frank mit seinem Jahresbrutto bei 80.000 EUR, bei Sabrina ist die Auftragslage stärker schwankend, durchschnittlich sind es bei ihr 24.000 EUR brutto im Jahr. Beide sind freiwillig gesetzlich versichert, die Kinder sind natürlich mitversichert. Frank zahlt für seine Krankenversicherung knapp 11.000 EUR, bei Sabrina sind es rund 5.500 EUR. Bei Frank bleiben bei Steuerklasse 3 netto 55.000 EUR übrig, bei Sabrina mit Steuerklasse 5 ungefähr 18.200 EUR. Insgesamt also 73.200 EUR netto. Dazu kommen noch rund 6.000 EUR Kindergeld pro Jahr. Pro Monat hat die Familie also insgesamt rund 6.100 EUR.
Mit SAFE würden die Steuerklassen entfallen, daher würde die Rechnung dann wie folgt aussehen: Von Franks 80.000 und Sabrinas 24.000 EUR gehen pauschal 33 Prozent an Steuern ab, also insgesamt 34.320 EUR, das Supernetto liegt dann bei 69.680 EUR. Allerdings kommt die Sonderabgabe von 4.360 EUR hinzu, da das Superbrutto über 50.000 EUR liegt. Umgekehrt entfallen die Kosten für die Kranken- und Pflegeversicherung, da der Staat für jedes Familienmitglied pauschal 250 EUR an die gewünsche Krankenversicherung überweist. Zur Kalkulation kämen dann noch die Gutschriften hinzu: Die Basisgutschrift für die beiden Erwachsenen (jeweils 500 pro Monat bzw. 6.000 pro Jahr, also 12.000 EUR), dann die Kindergutschrift bzw. Bildungsgutschrift für die Kinder 2 x 250 EUR plus 1 x 150 (für unter 14 Jahren) und 1 x 250 EUR (für über 14 Jahren), also nochmal 22.800 EUR, so dass die Familie am Ende etwa 88.000 EUR zur Verfügung hätte – auf den Monat umgerechnet sind das fast 7.400 EUR – das sind rund 1.300 EUR mehr als im bisherigen System!
Mehr Geld fürs Eigenheim oder eine andere Altersvorsorge
Das Extra-Geld von rund 1.300 EUR können Frank und Sabrina nun verwenden, um schneller die Immobilie abzubezahlen, die sie vor 15 Jahren gekauft haben. Oder sie nehmen das zusätzliche Geld für eine andere Anlageform wie zum Beispiel Einzelaktien oder Aktienfonds. Bis zu ihrer eigenen Rente können sie sich auf jeden Fall noch ein zusätzliches finanzielles Polster aufbauen. Sofern sich für das Alter keine nennenswerte Rentenpunkte angesammelt haben, erhalten sie ab 67 automatisch eine Rente von jeweils 1.000 EUR, gemeinsam also 2.000 EUR. Obendrauf kommen dann die Erträge aus dem Vermögensaufbau. Und wenn sie von diesen laufenden Einnahmenn gut leben können, kann am Ende noch ziemlich viel Vermögen übrigbleiben, das sie ihren Kindern vererben können!
