Fallbeispiel: Tomasz, Single, mit 50.000 Jahresbrutto
Was bringt SAFE jemandem mit einem ganz normalen mittleren Einkommen? Nehmen wir als Beispiel Tomasz, 32 Jahre. Er arbeitet als IT-Systemadministrator in einem größeren Unternehmen und verdient 50.000 EUR brutto im Jahr. Tomasz lebt zwar mit seiner Freundin zusammen, steuerlich gilt er jedoch als Single.
Mit SAFE rund 1.100 EUR mehr im Monat!
Von seinem Gehalt bleiben ihm im heutigen Steuer- und Sozialsystem von den 50.000 EUR brutto nach Steuern und Sozialabgaben ungefähr 31.560 EUR netto im Jahr. Mit SAFE würde Tomasz das Superbrutto erhalten – also sein aktuelles Gehalt plus die bisherigen Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung. Damit läge sein Einkommen bei 60.500 EUR. Da sein Superbrutto über 50.000 EUR liegt, würde bei ihm eine Sonderabgabe fällig, die allerdings nur für die Zeit des Systemswechsels anfällt, danach würde diese Sonderabgabe ersatzlos verschwinden (so genannte Sunset-Regelung). Diese Sonderabgabe beträgt bei ihm nach den Steuern in Höhe von 19.965 EUR nochmals 840 EUR. Insgesamt blieben ihm also 39.695 EUR netto. Dazu kommt die Basisgutschrift in Höhe von 6.000 EUR. Sein Jahresnetto liegt damit bei insgesamt 45.695 EUR.
Das bedeutet: Tomasz hätte nicht 31.560 EUR netto wie jetzt, sondern 45.695 EUR zur Verfügung – das sind 14.135 EUR mehr im Jahr zur Verfügung als heute – also rund 1.180 EUR zusätzlich pro Monat.
Was das für Tomasz auch noch heißt:
Auf der einen Seite ist es gut, dass er die ganzen Sozialversicherungsbeiträge ausbezahlt bekommt und der Staat die Kosten für Kranken- und Pflegeversicherung übernimmt. Für die Rente kann er selbst vorsorgen. Allerdings fehlt ihm persönlich diese Komponente der Arbeitslosenversicherung. Gerade in seinem Job weiß er ja nicht, ob er nicht eines Tages ganz durch KI ersetzt wird. Würde er im SAFE-System arbeitslos, dann bekäme er für eine Übergangszeit die Basisgutschrift plus noch die Arbeitslosengutschrift mit dem Faktor 0,5. Das wären dann 500 plus 250 EUR. Angesichts der Mietkosten reicht ihm das nicht, daher der Wunsch nach einer eigenen Absicherung gegen Arbeitslosigkeit. Aus diesem Grund schließt er eine private Versicherung ab, die ihn knapp 200 EUR im Monat kostet. Falls er arbeitslos werden sollte, hätte er für einige Zeit ein erhöhtes Arbeitslosengeld. Er könnte sich in der Zwischenzeit auch umschulen lassen und schließlichh hat er auch noch etwas an Rücklagen. Daher ist er zuversichtlich, dass er für diese Eventualitäten gut abgesichert ist.
Wichtig ist ihm, dass er mit SAFE und mit der privaten Versicherung gegen Arbeitslosigkeit immer noch 1.000 EUR mehr hat als vorher. Dieses zusätzliche Geld dürfte seinen Alltag deutlich entspannen. Zum einen wäre es weniger Stress bei unerwarteten Rechnungen, zum anderen wäre vielleicht ein etwas größerer Urlaub drin. Aber vor allem eröffnet sich für Tomasz eine Chance, die er im bisherigen Steuer- und Sozialsystem kaum hat: sich ein kleines Vermögen aufzubauen.
Mit etwas Investment-Glück wird daraus mehr als eine Million!
Tomasz kann sich recht einfach ausrechnen: Wenn er von den übrigen 900 EUR direkt 750 EUR im Monat anlegt und die übrigen 150 EUR einfach für den Alltag nutzt, kann über die Jahre erstaunlich viel zusammenkommen. Wenn er das 30 Jahre lang durchhält, hätte er insgesamt 270.000 EUR eingezahlt.
Und je nachdem, wie sich seine Geldanlage entwickelt, könnte daraus ein deutlich größeres Vermögen werden:
- Bei einer durchschnittlichen Rendite von 4 Prozent bekäme er bis zum Renteneintritt rund 520.000 EUR.
- Bei einer Rendite von 8 Prozent könnte das Vermögen sogar auf etwa 1,12 Millionen EUR anwachsen.
Im SAFE-System bekommt Tomasz zusätzlich noch ab Renteneintritt die staatliche Altersgutschrift von monatlich 1.000 EUR. Und natürlich behält er auch die Rentenpunkte im alten Rentenversicherungssystem, aber das ist am Ende so wenig, dass es eher ein besseres Taschengeld ist. Aber das spielt auch keine große Rolle, denn: Neben der geringen staatlichen Basis hätte Tomasz ein selbst aufgebautes Vermögen von mehreren Hunderttausend Euro – im besten Fall sogar etwas mehr als eine Million. Aus diesem Vermögen könnte er sich im Ruhestand eine zusätzliche monatliche Auszahlung finanzieren und (falls er einmal Kinder bekommt) einen Teil davon später weitergeben.
Zum Vergleich: Im heutigen System zahlt Tomasz jahrzehntelang in die gesetzliche Rentenversicherung ein, ohne dabei eigenes Vermögen aufzubauen. Am Ende steht eine monatliche Rente, die stark von Rentenpunkten und politischen Entscheidungen abhängt. Mit SAFE hätte Tomasz dagegen mehr Einkommen im Alltag – und gleichzeitig die Chance, sich Schritt für Schritt ein eigenes Vermögen für das Alter aufzubauen.
