Fallbeispiel Zuzana, Oberärztin mit 140.000
Wie wirkt sich SAFE aus bei überdurchschnittlich hohen Einkommen? Hier das Beispiel von Zuzana, 57 Jahre, die als Oberärztin in einer Klinik angestellt ist und (mit den Zulagen für Nacht- oder Wochenenddienst) auf ein Jahresbrutto von etwa 140.000 EUR kommt …
Das Jahresgehalt von 140.000 EUR brutto ergibt aktuell ein monatliches Brutto von 11.667 EUR. Davon gehen rund 4.400 EUR für Steuern ab, für die Rentenversicherung (gedeckelt bei der Beitragsgrenze von 7.300 EUR) 680 EUR, für die Arbeitslosenversicherung (ebenfalls gedeckelt bei 7.300 EUR) nicht ganz 100 EUR, für ihre private Kranken- und Pflegeversicherung zahlt sie noch rund 650 EUR pro Monat. Von den 11.667 EUR gehen also rund 5.830 EUR weg (das ist knapp die Hälfte des Bruttolohns!), rund 5.840 EUR werden auf ihr Konto überwiesen.
Jetzt: Ein Netto-Einkommen von rund 5.840 EUR
Im SAFE-System bekäme Zuzana auf ihr Brutto von 140.000 EUR noch das Arbeitgeberbrutto obendrauf, dieses „Superbrutto“ liegt dann bei rund 158.000 EUR im Jahr bzw. etwa 13.170 EUR im Monat. Der einheitliche Steuersatz von 33 Prozent beträgt dann 4.345 EUR.
Allerdings liegt Zuzanas Einkommen deutlich über 50.000 EUR, daher käme bei ihr (für die Dauer der Übergangszeit des alten Renten-Umlagesystems auf das SAFE-System) noch die Sonderabgabe zum Tragen: 50.000 EUR mal 8 Prozent = 4.000 EUR sowie rund 58.000 EUR mal 9 Prozent = 5.221 EUR, zusammen 9.221 EUR Sonderabgabe pro Jahr bzw. pro Monat 768 EUR. Ihr verfügbares Einkommen beträgt somit 13.170 EUR pro Monat brutto minus 33 Prozent Steuer = 4.345 minus Sonderabgabe 768 EUR = 8.574 EUR.
Mit SAFE bekäme Zuzana dieses Arbeitgeberbrutto als Gehalt. Die Zahlungen für Renten- und Arbeitslosenversicherung entfallen, Zuzana kann (falls sie möchte) sich privat gegen Arbeitslosigkeit versichern. Statt der Zahlungen für die private Kranken- und Pflegeversicherung würde der Staat die Gutschrift von 250 EUR an die Kranken- und Pflegekasse ihrer Wahl überweisen und zwar für einen Basistarif – möchte Zuzane weitere Zusatzleistungen in Anspruch nehmen, kann sie die Versicherung privat aufstocken.
Mit SAFE: Das „Supernetto“ mit 8.574 EUR – das sind 2.734 EUR mehr!
Zuzana verbleiben vom Superbrutto in Höhe von 13.170 EUR damit 8.574 EUR als Supernetto, über die sie frei verfügen kann, um für sich selbst Vorsorge zu betreiben – sei es eine Absicherung gegen Arbeitslosigkeit, gegen Berufsunfähigkeit, sei es eine umfangreichere Krankenversicherung – und natürlich ein Vermögensaufbau als eigene Altersvorsorge. Denn: die Rentenansprüche, die sie in Deutschland erworben hat, bleiben zwar bestehen, aber Zuzana ist erst vor 20 Jahren aus der Tschechei gekommen und damit fehlen ihr die ersten Beitragsjahre in Deutschland. Dennoch wird sie finanziell in der Lage sein, sich mit einem Mix aus Immobilien, Aktien und anderen Vermögenswerten genug an Altersvorsorge aufzubauen, damit es ihr später gut geht.
